Eixendorf, 02.07.2000

2-Tages-Ausbildung der THW Ortsverbände Neunburg v.W. und Ingolstadt

Seit einigen Wochen liefen die Planungen zur gemeinsamen Wochenendausbildung der beiden THW Ortsverbände.

Der Vorschlag hierzu kam von der Ingolstädter Seite, da sie einen geeigneten Ort suchten, um neue Helfer an ihrer Fähre auf einem großen Gewässer mit wenig Strömung auszubilden. Die Wahl fiel dabei auf den Eixendorfer Stausee, an dem das THW Neunburg jährlich im Sommer eine 2-Tages-Ausbildung abhält. So kam die Idee auf, diese Übung doch gemeinsam durchzuführen. Man einigte sich auf das Wochenende vom 01. und 02. Juli 2000.

Schon am Freitag, dem 30. Juni, brachen 15 Neunburger Helfer zum Übungsgelände auf, um es für das große Ereignis vorzubereiten: Die Küche, ein Verpflegungs- sowie ein Schlafzelt, Toiletten und Waschgelegenheiten wurden aufgestellt. Am nächsten Morgen um sieben Uhr folgte der Rest des Neunburger Ortsverbandes. Nach der Zeltbelegung wurde sofort mit der Ausbildung begonnen:Aus Tonnen, Holz und Leinen wurde ein Tonnensteg mit Bootsanlegeplatz vorbereitet, sowie ein Floß gebaut. Die Jugendgruppe spannte inzwischen eine 30m lange Seilbahn über ein kleines Tal. Die Gäste aus Oberbayern kamen wie geplant mit 47 Helfern in 11 Fahrzeugen rechtzeitig zum Mittagessen an.
Darunter die ortseigene Fachgruppe Wassergefahren die schon seit einigen Jahren die Idee hatte, einmal dengesamten OV Ingolstadt aufs Wasser zu bringen. Bevor allerdings zu Messer und Gabel gegriffen werden durfte,begrüßte der Neunburger Ortsbeauftragte Michael Steidl die Neuankömmlinge.Woraufhin auch der Ingolstädter Ortsbeauftragte Andreas Scheyda seine Freude über die Möglichkeit einer gemeinsamen Ausbildung zum Ausdruck brachte und allen Beteiligten ein erfahrungsreiches und unfallfreies Wochenende wünschte. Nach dem Mittagessen, bei dem erstmals der neue Küchenhänger des THW-Helfervereins Neunburg eingesetzt wurde, folgten am Nachmittag weitere Ausbildungseinheiten.

Während die 'Hausherren' sich am Land aufhielten, waren die Ingolstädter auf dem Wasser voll in ihrem Element. Mit acht Booten und einer Fähre bewiesen sie eindrucksvoll ihr Können bei verschiedensten Manövern, wie z.B. der Bergung von Personen aus dem See wofür sich zwei Helfer des OV Ingolstadt in Neopren-Anzügen zur Verfügung stellten. Aber auch die gute alte 'Ruderschule' wurde trainiert. Im Anschluss an das gemeinsamen Abendessen war dann der gemütlichere Teil der Übung mit kleinem Wettkampf angesagt.Die beiden Ortsverbände traten in mehrern Gruppen zum Tauziehen mit Schlauchbooten auf dem Wasser an,
welches Ingolstadt zwar mit drei zu eins gewann, aber der Spaß auf beiden Seiten gleich groß war.Anschließemd bedankten sich die Verantwortlichen des OV Ingolstadt bei der NeunburgerFührung für die gut geplante und problemlos durchgeführte gemeinsame Übung und luden zu einem Gegenbesuch im nächsten Jahr ein. Als kleines Dankeschön überreichten sie ein ultramarinblaues geländegängiges THW-Meldefahrrad. Am Lagerfeuer klang gemeinsam der ereignisreiche Tag mit Gitarren- und Akkordeonmusik aus. Einige unentwegte Kameraden blieben bis Mitternacht mit vorschriftsmäßiger Beleuchtung noch auf dem See um das Fahren in Dunkelheit unter fachlicher Leitung kennenzulernen.

Der Sonntagvormittag diente dazu, alle Geräte wieder einzupacken und den Zeltplatz zu säubern. Da alle Helfer gut zusammenarbeiteten, war dies bis Mittag weitestgehend abgeschlossen und der OV Ingolstadt konnte nach dem Mittagessen bereits die Heimreise antreten, die Neunburger folgten eine Stunde später.Insgesamt war die Übung durch die Ausbildungseinheiten und der Erfahrungsaustausch zwischen den Ortsverbänden sehr lehrreich für alle Beteiligten. Die freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Helfern beider Ortsverbände trug außerdem zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Thomas Reimer BÖH, OV Neunburg und Klaus Labitzke ZFü, OV Ingolstadt


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